Noch im Bundesstaat Utah entschieden wir uns von Las Vegas aus direkt nach Los Angeles zu fahren und dort unseren Toco zu verkaufen, da er leider bis zum Schluss etwas Loco war.

Als wir den Bryce Canyon verliessen, tauchte ein weiteres Mal eine Fehlermeldung auf. Die Fehlermeldung schien zuerst harmlos, das vermutete Problem dahinter aber gar nicht. Die Reparatur hätte wohl gut die Hälfte des Verkaufspreises verschlungen.

Zum Glück tauchte der Fehler bei der Probefahrt mit dem Mechaniker nicht mehr auf, so dass er uns mit den Worten „es kann auch erst in sechs Monaten wieder passieren“ auf den Weg schickte. Auf gut Glück fuhren wir also mit unserer tickenden Zeitbombe weiter. Dies war nicht wirklich angenehm und wir waren sehr erleichtert, als wir es bis nach LA geschafft hatten und den Wagen zu einem ansprechenden Preis einem Händler verkaufen konnten. Leider bedeutete dies, dass wir unseren Campervan wieder in einen normalen Van umwandeln mussten und das lieb gewonnene Innenleben entsorgen mussten, respektive an Hippies verschenken konnten

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Auch wenn wir unseren Toco Loco manchmal zum Teufel jagen wollten, ist er uns doch ans Herz gewachsen und wir haben ihn mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurückgelassen.

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In Los Angeles kamen wir bei Theresa und Tony unter, einem Paar, dass wir auf dem Schiff in die Antarktis kennenlernten. Neben dem Autoverkauf, der einiges an Zeit in Anspruch nahm, verbrachten wir einen Tag in Hollywood, wo wir den berühmten „Walk of Fame“ zu Fuss erkundeten, ein paar Häuser der Hollywood-Stars sahen und in Beverly Hills den Tag mit einem Nachtessen abrundeten.

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Von Los Angeles aus fuhren wir nach San Francisco, wo wir von Amber ein weiteres Mal in Empfang genommen wurden. Sie zeigte uns die hügelige Stadt, einen wunderschönen Sonnenuntergang und wir fuhren gemeinsam mit ihr und ihrer Kollegin für ein Wochenende ins Sonoma Valley, um lokale Weine zu degustieren.

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Nach dem Grossstadtrummel freuten wir uns auf etwas Ruhe und Natur am Lake Tahoe und im Yosemite Nationalpark. Die beiden Orte gelten für Kalifornier als Rückzugsoase und wurden entsprechend hoch angepriesen. Wir waren jedoch etwas enttäuscht über die Menschenmassen die sich dort ansammelten und waren froh wieder Richtung Ozean fahren zu können.

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Danach fuhren wir dem malerischen Pacific Coastal Highway entlang und arbeiteten uns bis nach San Diego vor. Auf dem Weg dorthin machten wir an verschiedenen Stränden Halt und liessen die Seele baumeln, eine willkommene Abwechslung zu den abenteuerlichen Wochen zuvor.

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Am Santa Monica Pier, bekannt für sein Riesenrad, mieteten wir Cruiser-Bikes und fuhren der Beach entlang bis nach Venice Beach. Venice Beach machte seinem Ruf alle Ehre. Wir sahen Muskelprotze im Outdoor-Fitness, Skateboarder in Parks, Marihuana-Verkaufende Drogisten und vieles mehr.

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In San Diego verliebten wir uns bereits am ersten Tag. Eine Stadt, die sozusagen ganz Kalifornien abbildet. Klima, Strände, Lifestyle, Sonnenuntergänge, Restaurants und Bars, es beinhaltet alles was unsere Ferienherzen begehren. Wir kommen definitiv nach San Diego zurück.

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Da uns noch ein Tag übrig blieb, machten wir uns zu Fuss auf einen Tagesausflug ins nahegelegene Mexiko, nach Tijuana. Die Stimmung war toll und wir fühlten uns zurückversetzt in die verschiedenen lateinamerikanischen Länder, welche wir auf der Reise besucht haben. Nach ein paar feinen Tacos zum Mittagessen, kehrten wir zurück in die USA und mussten zwei lange Stunden an einer der meist überquerten Grenzen der Welt in der Schlange stehen. Es war etwas mühsam, doch die Erfahrung war es Wert und wir würden es für ein so günstiges Corona wieder machen.

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Die fünf Monate auf dem amerikanischen Festland sind nun vorüber. Es war definitiv ein Abenteuer, welches uns für immer in Erinnerung bleiben wird.

Wir sind nun reif für die Insel(n) und freuen uns riesig auf drei Wochen Island-Hopping auf Hawaii.

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Aloha Chrisa